"POGO" im Klassenzimmer der Zukunft

 

Informationstechnologie perfekt zu beherrschen, wird für die Menschen in unserer Wissensgesellschaft immer notwendiger. Daher sind intelligente Konzepte gefragt, um die Vermittlung dieser Kenntnisse stärker in die schulische Ausbildung einzubinden. Philips Design hat jetzt ein multimediales Klassenzimmer entwickelt, das bereits Grundschüler spielend an den Umgang mit digitalen Medien heranführt.

"POGO" heißt das außergewöhnliche Projekt, das Philips Design im Rahmen des EU-Forschungsprogramms ESPRIT (European Strategic Program for Research in Information Technologies) entwickelt hat. Es soll die traditionellen Methoden des Lernens und Unterrichtens von Schulkindern im Alter zwischen vier und acht Jahren mit Hilfe digitaler Medien unterstützen. Durch "POGO" können Kinder spielend lernen, in einer virtuellen Umgebung Geschichten zu entwerfen. Die Notwendigkeit zum Teamwork bei dieser Art von Spiel soll gleichzeitig das Sozialverhalten der Kinder fördern.

Dabei sah sich das Design-Team allerdings einem schwierigen Problem gegenübergestellt: Herkömmliche Computer und digitale Endgeräte haben sich seit langem als eher ungeeignet für Kinder dieser Altersklasse erwiesen, denn sie sind von Erwachsenen für Erwachsene gemacht. Die Designer haben dieses Problem ebenso ungewöhnlich wie elegant gelöst. Sie haben kindgerechte Geräte entwickelt, die zwar Computer sind, allerdings überhaupt nicht mehr wie solche aussehen. So sind etwa lampenähnliche Gebilde – so genannte Kamera-Tische – entstanden, die als eine Art Scanner eingesetzt werden können. Dieser Scanner erlaubt es dem Kind, ein selbst gemaltes Bild an die Wand zu projizieren oder es auf lustige, einer Pillendose ähnliche Kästchen zu speichern und danach beliebig innerhalb einer Geschichte einzusetzen. Es kann diesen Speicherchip in eine interaktive Schüssel werfen oder ihn mit einer "Taschenlampe" – einer Art Palmtop zur drahtlosen Daten-übertragung – aktivieren. Nicht nur Bilder, auch Video-Clips und Musik sind in diesem System integriert und können von den Kindern abgerufen werden.

Erste Prototypen von "POGO" werden zur Zeit an verschiedenen Schulen in ganz Europa mit großem Erfolg getestet. Ein Erfolg für die Kinder, die mit Hilfe dieses Systems bereits heute spielerisch das Wissen vermittelt bekommen, das sie später zu kreativen Informationstechnologen machen soll. Ein wichtiger Erfolg aber auch für die Erfinder selbst: Denn durch das Projekt erhält Philips wichtige Informationen über die menschlichen Fähigkeiten im Umgang mit neuen Technologien. Informationen, die dazu dienen, den Nutzwert der Technologien für den Menschen in Zukunft weiter zu verbessern.

The school of the future, the classroom,
the wearables, the story-telling,
the multimodal interfaces.

Mehr Infos (Pdf-Dateien):

The Disappearing Computer

Präsentation

Link-Tip:

 

 

 

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