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Alles
Käpt'n Blaubär oder was!?
Ein Bär verfolgt mich Michael Brozat
In meinem zweiten Praktikum hat es mich ins schwäbische Ravensburg,
zu Ravensburger Interactive Media, verschlagen, wo ich meiner Passion
der Entwicklung von Multimedia-Applikationen nachgegangen bin. In dieser
schönen Stadt im Süden Deutschlands traf ich auf eine nordische
Gestalt, die mich so schnell nicht in Ruhe lassen sollte (führte
bis zu Schlafwandel mit Vorträgen über jene Gestalt). Dieses
Wesen kannte ich bisher nur als unterhaltsames Gegenüber beim Frühstücken
- der Gedanke, daß ich mal mehr oder weniger in ihn hineinschlüpfen Käpt'n Blaubär ist - wie auch das Kleine Arschloch - von Walter Moers geschaffen worden. Ravensburger besitzt die Rechte an ihm und hat neben dem existierenden Bildschirmschoner nun im Oktober drei neue Käpt'n Blaubär CD-ROMs auf den Markt gebracht. Aber was hat das Ganze mit meinem Praktikum zu tun? Ganz einfach - ich war mit dabei bei der Entwicklung der Neuerscheinungen. In aller Kürze der Weg von der Idee bis zum fertigen Produkt: Am Anfang steht die Idee (irgendwie logisch), dann wird versucht, über ein Grobkonzept die Idee genau zu definieren. Dann geht es los, geeignete Partner zur Realisation zu finden. In unsern Fall war der Autor Peter Mennigen (ausformulieren der Plots), Zeichnungen Honk Studios Berlin, Produktion Pixelpark Berlin, Sprecher von Blaubär Wolfgang Völz (gleicht dem kleinen Arschloch), Sprecher Hein Blöd Edgar Hoppe. Ist dies geschafft, nimmt die Entwicklung seinen Lauf. Viele Telefonate, Besprechungen, Abstimmungen, Mißverständnisse, lange Nächte, Kaffee, Bier, Zigaretten, Freude, Enttäuschung, Verzweiflung, LACHEN und viel SPASS. Nach und nach nehmen die Titel Gestalt an. Und dann ist es endlich soweit, die erste Beta-Version ist fertig. Mit zittrigen Händen wird die CD in den Computer gelegt. Es funktioniert noch nicht alles, aber man bekommt ein Gefühl, wie der Titel sein wird, wenn er fertig ist. Nun sind sie fertig und im Handel erhältlich, aber was sind das denn für Titel? Hier ein kurzer Überblick: Volle Ladung! "Volle
Ladung!" ist ein Kombinationsspiel mit Entertainment-Charakter,
das sich auf die Erzählstruktur der Blaubärgeschichten stützt
(sehr starke Anlehnung an das Seemannsgarn aus der Sendung mit der Maus).
Diese Geschichten integrieren Figuren und Erfindungen aus bekannten
Blaubär-Erzählungen. Im Schwerpunkt enthält der Der Spieler wird über mehrere Stufen aktiv in das Geschehen einbezogen. Resultat seines Engagements ist jeweils eine szenische Etappe auf See, die von Blaubär erzählt und in einer animierten Tricksequenz illustriert wird.
Durch Skurrilität und Witz in den Geschichten soll die junge Zielgruppe
der 7-13-Jährigen zum Spiel herausgefordert
Das Spiel basiert auf einem Pool von Aufträgen, die unter variablen
Bedingungen erteilt, aktiv angenommen und in Schöne Bärscherung! Der bannig starke Käpt'n Blaubär Adventskalender
Dieser digitale Adventskalender fängt da an, wo normale Adventskalender
aufhören: Beim Öffnen der Türchen.
Welche Abenteuer erwarten den ollen Seebär auf der Insel der Weihnachtsmuffel?
Findet Hein Blöd beim Die Antworten auf solche und andere weltbewegende Fragen liefert diese CD-ROM. Jeden Adventstag läßt sich ein neues Türchen öffnen. Und damit das Warten auf Weihnachten nicht zu lange dauert, gibt es zusätzlich bannig viele blaubärige Geschenkideen, Backrezepte usw. zum Ausdrucken. Dieser Adventskalender enthält 25 voll animierte Blaubärgeschichten. |
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Seemannsgarn! Die Geschichten des Seemannsgarnautomaten setzten sich aus austauschbaren Klammerelementen und einer individuell erzählten Kernhandlung zusammen, die im Sinne einer Erzählung oder einer Beweisführung blaubärtypisch verfaßt ist. Die Kernhandlung bedient sich dem Pool inhaltlicher Elemente, z.B. Stimmungsgeschichten (wie fröhlich, traurig, verliebt, wütend oder genervt) und Ausreden (wie verloren, vergessen, zerstört, verspätet, verpatzt). Die Klammerelemente entsprechen Textbausteinen, die für Einleitung, Finale und eventuelle kleine Exkurse eingesetzt werden können. Logik und Beweisführung der Geschichten lehnen sich den blaubärtypischen Strategien an: Umdeutung, Wörtlichnehmen, absurde Verkettungen und "unmögliche" Kombinationen. Blaubär hat nicht nur seine Erfahrungen, sondern auch sich selbst in den Seemannsgarnautomaten eingebracht. Er erscheint während der Auswahl (z.B. auf kleinen Monitoren) mit Kommentaren, Erklärungen und Einwürfen zum Geschehen. Die Kommentare können auf oberster Ebene der Auswahl inhaltlichen Bezug zur Auswahl nehmen, auf unterster Ebene die aktuelle Umgebung kommentieren oder als Auflockerung ohne Bezug zum Umfeld per Zufallsgenerator eingestreut werden. Hein Blöd begleitet den Auswahlablauf in der Maschine, repariert und pflegt das ihm anvertraute Gerät oder stolpert über kleine Hindernisse.
Neben diesen Titeln war ich auch noch in der Entwicklung des Online-Auftritts
von der Ravensburger AG tätig. Und wie konnte es anders sein, auch
dort war mein Freund Käpt'n Blaubär. Denn ER ist ja schließlich
der Erfinder des Internets. Aber das ist eine andere Geschichte von
Peter Mennigen... |
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